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Eine relativ neue Erscheinung im Bereich der Suchmaschinenoptimierung ist URL Hijacking. Es bedeutet "URL-Entführung" durch Verlinkung oder Weiterleitung. Beim URL Hijacking setzt eine mit einem hohen PageRank bewertete Webseite einen Redirect (Verlinkung) oder einen Meta-Refrech=0 (Weiterleitung) auf eine fremde URL eines anderen Themenbereichs. Diese URL bezeichnet man als Original-Webseite. Man kann davon ausgehen, dass die Original-Webseite von der weiterleitenden Seite aus den Suchergebnissen des entsprechenden Domains einer (oder mehrerer) Suchmaschine verdrängt wird. Die weiterleitende Webseite wird daraus also einen Nutzen ziehen, da sie nun auch zu den Ergebnissen der Original-Webseite gelistet wird. Demnach wurde die Originalseite "entführt" oder "hijacked". Funktionieren wird ein URL Hijacking aber nur, wenn die “Opfer-Webseite” im Besitz eines geringen PageRank`s ist. Zwei Gründe existieren dafür, warum URL Hijacking zu Stande kommt: 1. um allein Profit daraus zu erzielen, 2. als ungewolltes Resultat der Sorge von Website-Betreibern, noch einen Original-Link zu konstruieren und deshalb mit Redirects arbeiten. Diese Art der Verlinkung/Weiterleitung hat bisher ohne Schwierigkeiten funktioniert (und ist auch nichts Illegales). Somit kann man den irrtümlich durch Google hijackenden Suchmaschinen keinen Vorwurf machen. Die Suchmaschinenbetreiber sollten jedoch darauf achten, eine Lösung für diese Schwierigkeiten zu finden. Ansonsten existiert für den Webmaster einer “entführten” Webseite nur die Möglichkeit, in Kontakt mit dem “Entführer” zu treten und ihn darum zu bitten, den Link bzw. Redirect komplett zu löschen.