Nameserver
Einen Webserver, der Servernamen von URL´s (z.B.:www.google.de) einer entsprechenden IP-Adresse (z.B.:64.233.161.99) zuweist, nennt man Namesaver. Es sind Programme, die Nachfragen zum Domain-Namensraum beantworten. Nameserver werden eingeteilt in: autoritative und nicht-autoritative. Ein autoritativer Nameserver hat die Verantwortung für eine Zone. Deshalb werden seine Informationen über diesen Bereich als gesichert angesehen. Für jede Zone besteht wenigstens ein autoritativer Server. Man nennt ihn Primary Nameserver. Er wird in einer Zonendatei, im “SOA Resource Record“ aufgeführt. Autoritative Nameserver werden aus Redundanz- und Lastverteilungsgründen fast immer als Server-Cluster realisiert, wobei die Zonendaten gleichzeitig auf einem oder vielen Secondary Nameservern liegen. Per Zonentransfer erfolgt die Synchronisation zwischen Primary und Secondary Nameservern. Über eine Zone von anderen Nameservern, sozusagen aus zweiter oder dritter Hand, werden Informationen von einem nicht-autoritativer Nameserver bezogen. Diese Informationen sieht man als nicht gesichert. DNS-Daten verändern sich generell nur sehr selten. Somit sichern nicht-autoritative Nameserver die Informationen im lokalen RAM ab, damit diese bei einer wiederholten Anfrage schneller vorliegen. Diese Technik bezeichnet man als Caching. Jeder dieser Einträge erhält ein persönliches Verfallsdatum (TTL = time to live), nach dem sie aus dem Cache liquidiert werden. Durch einen autoritativen Nameserver wird die TTL dabei für jeden Eintrag festgelegt und wird nach der Änderungswahrscheinlichkeit des Eintrages bestimmt (sich häufig ändernde DNS-Daten erhalten eine niedrige TTL). Das kann u.U. aber auch bedeuten, dass der Nameserver in dieser Zeit inkorrekte Informationen liefern kann, wenn sich die Daten zwischenzeitlich verändert haben. Einen speziellen Fall stellt der caching only Nameserver dar. In so einem Fall trägt der Nameserver für keinen Bereich die Verantwortung und muss alle eingehenden Anfragen über andere Nameserver auflösen.